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Beispiele von historischen Vampiren
zugänglich für Besucher
verfasst von Jeanette
veröffentlicht am 21. Juni 2017
Es gibt einige historische Persönlichkeiten, die in Fachartikeln und Sachbüchern immer wieder mit Vampiren in Verbindung gebracht werden, obwohl in den echten Biographien in der Regel keine eindeutigen vampirischen Handlungen zu finden. Es sind in der Regel echte Persönlichkeiten die in Vampirromanen auftauchen, um die Geschichte realistischer wirken zu lassen oder die wegen ihren monströsen Taten mit Vampiren verglichen werden. Es beflügelte beides die Fantasie der Menschen und in weiteren Berichten kamen immer mehr vampirische Details hinzu. Die historischen Vampire sind also moderne Legenden, die mit den echten Persönlichkeiten manchmal nicht mehr so viel gemeinsam haben. Einige Beispiele von historischen Vampiren sollen aber trotzdem nicht Fehlen.



Gilles de Rais, geboren 1404, war ein französischer Heerführer, Marschall von Frankreich und gefeierter Held des Hundertjährigen Krieges, der allerdings unzählige Kinder entführte und ermordete. Er folterte, vergewaltigte und zerstückelte die Kinder, was ihm später den Beinamen „Baron des Schmerzes“ einbrachte. Gilles de Rais gilt als reales Vorbild für das französische Märchen „Der Blaubart“, der nachts kleine Kinder holt.

Seine Taten beschränkte er bewusst nur auf einfache Bauernfamilien. Selbst wenn sie wussten, dass er hinter den Entführungen steckte, hatten sie nicht die Mittel dagegen vorzugehen, da er einer der reichsten und mächtigsten Männer von Frankreich war. Er wurde erst für seine Verbrechen angeklagt und hingerichtet, als er eines Tages eine Kirche überfiel, weil er einen persönlichen Streit mit einem Priester hatte.

Er gilt als historischer Vampir, da er mit magischen Ritualen seinen Reichtum mehren und seine Jugend erhalten wollte, wofür er das Blut und die Organe der ermordeten Kinder benutzte. Es ist zwar ein Kernelement des Vampirismus, dass Blut als Medium zur Übertragung von Lebenskraft benutzt wird, es gibt jedoch keinen Beleg, dass er das Blut getrunken hat.



Vlad III. Draculea, geboren 1431, war Woiwode der Walachei des heutigen Rumäniens und ein gefeierter Kriegsheld, da er das Land erfolgreich vor ausländischen Eindringlingen verteidigte und das östliche Europa vor dem Osmanischen Reich beschütze. Er galt jedoch als besonders strenger und temperamentvoller Herrscher. Er soll zum Beispiel eine Vorliebe für das Pfählen als Hinrichtungsmethode gehabt haben, was ihm später den Beinamen „Vlad der Pfähler“ einbrachte.

Es sind noch viele Berichte über seine angeblichen Gräueltaten erhalten, wie das foltern, häuten, ertränken und kochen von Männern und Frauen. Es soll einen Wald aus tausenden von gepfählten Türken gegeben haben, welcher die Straßen gesäumt habe. Ein kolorierter Holzschnitt zeigt Vlad III. Draculea bei einem Festmal neben gepfählten Menschen, wo er von seinen Opfern vermeintlich das Blut trank und das Fleisch verspeiste. Es handelte sich jedoch hauptsächlich um politische Propaganda, die zur psychologische Kriegsführung gedacht war. Die erschreckenden Berichte waren maßlos übertrieben und sollten die Eindringlinge verjagen.

Er gilt als historischer Vampir, da er angeblich das Blut seiner gepfählten Opfer getrunken habe. Er war außerdem das reale Vorbild für Graf Dracula in Bram Stokers „Dracula“, dem heute berühmtesten Vampir. In Schäßburg, seiner vermuteten Geburtsstadt, gibt es heutzutage für Touristen ein reichhaltiges Angebot an vampirischen Erinnerungsstücken, da mittlerweile die Fantasiefigur Dracula bekannter ist, als die historische Persönlichkeit Vlad III. Draculea.



Elisabeth Báthory, geboren 1560, war eine ungarische Gräfin, die viele Mädchen zu Tode gefoltert hat. Elisabeth Báthory hat junge Mädchen aus umliegenden Dörfern genötigt als Bedienstete auf ihrem Schloss zu arbeiten, um sie angeblich mit Messerstichen, Peitschenhieben und Verbrennungen zu quälen.

Die Taten hat sie, nach heutigem Wissensstand, vermutlich nie in diesem Ausmaß begangen. Die Bestrafungen waren im Vergleich zu anderen Adeligen nur etwas ausschweifender. Die Vorwürfe an sie waren aber durchaus willkommen. Das sie als Frau das Oberhaupt der Familie darstellte, war mehr als ungewöhnlich und ihre Machtposition war vielen Menschen ein Dorn im Auge. Die Zeugen schmückten die Berichte im Laufe des Prozesses immer weiter mit grausamen Details aus. Schlussendlich wurde sie zu Freiheitsentzug verurteilt und starb vier Jahre später in ihrer Zelle.

Sie wird als historischer Vampir bezeichnet, da sie angeblich im Blut der Mädchen gebadet habe. Die Legende, dass sie beim Foltern einige Spritzer Blut auf die Wangen abbekam, diese nach dem Abwischen als viel rosiger und jünger empfand und fortan in Blut badete um sich zu verjüngen, wurde ihr erst über hundert Jahre später angedichtet und verlieh ihr den Beinamen „Blutgräfin“. Sie war das reale Vorbild für unzählige fiktive Geschichten über Vampire, wie zum Beispiel „Carmilla“ von Sheridan Le Fanu.




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