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Unsere Kernthematik dreht sich rund um den echten Vampirismus mit all seinen Facetten und Ausprägungen.
Die Identitätsgruppe der echten Vampire, sog. Vampyre, definieren sich in unsere Kreisen, aber nur wenn wir es auf den aller kleinsten Nenner herunter brechen müssen, über ein Verlangen sich Lebensenergie in Form von Blut einzuverleiben. Freiwillige Spender, sog. Rote Schwäne, sind vollwertige und gut integrierte Mitglieder, die wir mit größtem Respekt behandeln. Eingeweihte Sympathisanten und familiär oder partnerschaftlich Involvierte, sog. Schwarze Schwäne, sind ebenfalls bei uns herzlich Willkommen, solange ihr Interesse nicht auf Sensationslust basiert. Wir betreiben eine der aktivsten und ältesten Internetpräsenzen für Vampyre und blicken nun schon auf über 15 Jahre Erfahrung zurück. In der vergangenen Jahren haben wir viel zur besseren Vernetzung und Kontaktknüpfung zwischen Vampyren und Schwänen beigetragen, mit regelmäßigen Stammtischen in vielen deutschsprachigen Großstädten und länderübergreifenden großen Treffen. Weiterhin ist uns die Aufklärung in unseren Kreisen sehr wichtig mit jährlichen Kongressen und frei verfügbaren Sachtexten rund um das Thema Vampyre.

Schreib uns einen Brief: Rabenpost
Struktur der Vampirszene
zugänglich für Besucher
verfasst von Jeanette
veröffentlicht am 3. Dezember 2014

Die Vampirszene legt sich normalerweise wie ein schützender Mantel um die Vampyrgesellschaft. Es ist als Außenstehender eher schwierig Kontakt zu Vampyren aufzunehmen ohne eine involvierte Person als Vermittler zu nutzen, sondern wenn jemand Anschluss an die Vampyrgesellschaft sucht, muss derjenige erst an den Vampirfans, Vampirrolenspielern, Vampiristen und Vampirologen vorbei. Wenn das Interesse nicht ernsthaft ist, dann gibt er bei diesem unterfangen schnell wieder auf.



Die Vampirfans bilden auf den ersten Blick die scheinbar undurchdringliche Oberfläche der Vampirszene. Sie entwickeln ihre Begeisterung für Vampire durch die Romane von Anne Rice, Stephenie Meyer oder Wolfgang Hohlbein. Insbesondere Filme und Serien wie „Buffy – Im Bann der Dämonen“, „True Blood“ und „Interview mit einem Vampir“ haben viel zur Popularität des Vampirs beigetragen und besitzen auch eine dementsprechend große Fangemeinde.

Sie haben feste Vorstellungen vom Aussehen und den Fähigkeiten eines Vampirs, da sich ihre Faszination meistens auf ein bestimmtes Konzept beschränkt. Es gibt Vampirfans die sogar so vernarrt in Vampire sind, dass sie ihr ganzes Leben für ein Dasein als Vampir aufgeben würden. Sie beschäftigen sich selten intensiver mit dem Vampirismus, wie zum Beispiel dem Vampirmythos, da es ihnen schwer fällt für andere Vorstellungen offen zu sein. Diese Einstellung führte auch schon zu Differenzen mit Vampyren. Die Vorstellung von Vampirfans, wie ein echter Vampir sein sollte, ist meistens so stark verklärt, dass sie es als beleidigend für ihre Lieblingsfiguren empfinden, wenn sich jemand als Vampyr zu erkennen gibt. Das Unverständnis gegenüber dem Weltbild eines Vampyrs führt dazu, dass es kaum Berührungspunkte zwischen Vampirfans und der Vampyrgesellschaft gibt.

Vampirfans orientieren ihren Kleidungsstil nicht an den gängigen Klischees über Vampire, sondern an speziellen Figuren aus einer bestimmten Geschichte. Anhänger der Vampire aus dem Universum von Stephenie Meyer kleiden sich zum Beispiel vollkommen normal, da die Vampire sich unauffällig unter die Schüler mischen. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Vampirfans die sich blass Schminken und in Schwarz hüllen, da ihre bevorzugten Vampire ebenfalls so aussehen.

Sie gehen aber normalerweise nicht so weit, dass sie auch ihre Verhaltensweisen den Vampiren anpassen und anfangen Blut zu trinken, sondern sie entwickeln maximal eine romantische Vorliebe für die Nacht. Es gibt sehr viele Vampirfans, die gerne Geschichten über Vampire schreiben, wo sie Parallelen zu ihrem eigenen Leben einflechten, um ihre Wunschvorstellungen so ausleben zu können.

Ein großer Teil der jüngeren Vampyre macht eine kurze Phase als Vampirfan durch, bevor sie sich eingehender mit dem Thema auseinander setzen und dadurch feststellen, welchen Hintergrund ihre Affinität für Vampire hat.



Eine weitere Kategorie, die sich aber nur Teilweise mit der Vampirszene vermischt, sind die Vampirrollenspieler. Sie versetzen sich in einen fiktiven Charakter und spielen für einige Zeit diese Figur.

Die reglementierten Vampirrollenspiele, ob nun Computer- , Live- oder Pen-&-Paper-Rollenspiele, sind eher selten Anlaufpunkte für Mitglieder der Vampirszene, da es den meisten Rollenspielern egal ist, ob sie einen Ork, Elf oder Vampir spielen. Allerdings gibt es auch Rollenspiele, wie zum Beispiel „Vampire: Die Maskerade“, die eine eingeschworene Fangemeinde besitzen und auch Rollenspieler beherbergen, die eine Affinität zum Vampir haben. Sie beschäftigen sich ausgiebig mit den Fähigkeiten, den Arten und der Geschichte der Vampire aus dem entsprechenden Spieluniversum und gehen in ihrem fiktiven Charakter regelrecht auf. Das leidenschaftliche Interesse an Vampiren, führt dazu, dass sie auch Kontakt zu anderen Vampirliebhabern aufbauen und ein Teil der Vampirszene werden. Es gibt auch einige Vampyre, die Freude an Vampirrollenspielen haben. Jedoch trennen sie dies strikt von der Lebensweise als Vampyr. Ein normaler Mensch kann auch in einem Rollenspiel einen Menschen darstellen, was aber nicht heißt, dass er Realität und Fiktion durcheinander mischt.

Die freien Vampirrollenspieler hingegen sind den Mitgliedern der Vampirszene und der Vampyrgesellschaft sehr häufig ein Dorn im Auge, da sie sich ebenfalls in einen fiktiven Charakter versetzen aber unbeteiligte, die unfreiwillig zu Akteuren im Spiel werden, nicht über ihr Handeln ins Bild setzen. Dies kann im schlimmsten Fall so aussehen, dass ein freier Vampirrollenspieler sich im Chat oder im Forum einer Internetpräsenz über Vampirismus anmeldet und sich als echter Vampir ausgibt. Dieses Rollenspiel betrachtet er als Erfolg, sobald einige von seiner Authentizität überzeugt sind.

Es muss aber nicht so verlaufen, sondern es gibt auch Anlaufpunkte für freie Rollenspielern in speziellen Foren oder an entsprechenden Themenabenden in verschiedenen Lokalitäten. Dort können alle die Interesse an dieser Art von Rollenspielen haben, in einem eingeweihten Kreis agieren und ihr reales Leben, mit einer fiktiven Rolle mischen.

Egal ob frei oder reglementiert, es bleibt schlussendlich aber nur ein Spiel und hinter dem fiktiven Charakter verbirgt sich meistens eine eher unauffällige Person, für die der Vampirismus keine besondere Stellung im Leben einnimmt.



Wenn wir in der Vampirszene ein wenig tiefer graben, dann treffen wir auf die Vampirologen. Sie beschäftigen sich sachlich mit dem Vampirmythos und dem modernen Vampirbild. Sie nehmen das gesamte Thema aus psychologischer, soziologischer, medizinischer und philosophischer Sicht unter die Lupe und tragen die Informationen in übersichtlichen Texten zusammen. Es gibt viele Vampirologen die auf Internetpräsenzen ihr gesammeltes Wissen zur Verfügung stellen oder ein Buch darüber veröffentlichen.
Einige beschäftigen sich auch direkt mit der Vampirszene oder sogar mit der Vampyrgesellschaft, wie zum Beispiel die amerikanische Journalistin Katherine Ramsland in dem Buch „Piercing the Darkness: Undercover with Vampires in America Today“ oder der deutsche Forensiker Mark Benecke in den beiden Büchern „Vampire unter uns!“ und „Vampire unter uns! Band 2: rh. neg“.

Vampirologen zählen, trotz ihrer Leidenschaft für Vampire, nicht direkt zu den Vampirfans, da sie das Thema sachlich betrachten und das Phänomen in seiner Gesamtheit verstehen wollen.

Die Einstellung von Vampirologen zur Vampyrgesellschaft ist meistens sehr offen, aber bewegt sich auf einer distanzierten und analytischen Ebene. Die Vampyre sind nur ein weiterer Aspekt des Vampirismus für sie, den es zu verstehen gilt.



Die Vampiristen hingehen sind eine besondere Gruppe in der Vampirszene, die den Vampirismus als okkultes Glaubenskonzept verfolgen. Die Weltanschauungen sind zwar sehr unterschiedlich, aber der Kerngedanke, dass sie Auserwählte sind und besondere Fähigkeiten haben, ist immer der gleiche. Vampiristen haben eine etwas verklärte Sicht auf den Vampirismus und glauben häufig an die Existenz von Vampiren, wie wir sie nur aus Filmen und Büchern kennen.

Ein Teil der Vampiristen glaubt an vampirischen Gottheiten, wie zum Beispiel Kain, Lilith oder Nyx. Sie richten Wünsche und Gebete an diese Gottheiten und konstruieren eigene Rituale, um sie zu ehren. Diese Weltanschauung geht auch immer mit der Vorstellung einher, einen besonderen Segen erhalten zu haben, der sich in außergewöhnlichen Fähigkeiten manifestiert.

Ein weiteres Glaubenskonzept gründet auf der Überzeugung ein Nachfahre eines Vampirs zu sein und einige vampirische Fähigkeiten und Eigenheiten geerbt zu haben. Eine ähnliche Vorstellung bezieht sich darauf in einem früheren Leben ein Vampir gewesen zu sein und dadurch die Seele eines Vampirs zu besitzen.

Vampiristen machen sich manchmal einige allgemeine Klischees zu eigen und hüllen sich in altertümliche Gewänder mit viel Samt, Brokat und Spitze, verwenden Accessoires wie Vampirzähne, farbige Kontaktlinsen und schminken ihre Haut blass. Zusätzlich bemühen sie sich um eine altmodische aber gehobene Ausdrucksweise. Sie empfinden es als Kompliment, wenn sie für einen Vampir gehalten werden und setzen auch alles daran als solcher identifiziert zu werden.

Einige Vampiristen halten sich auch in der Vampyrgesellschaft auf und bezeichnen sich selbst als Vampyre. Ihre religiöse und esoterische Auslegung des Vampirismus, führt aber immer wieder zu Reibungspunkten mit der eher kritischen und sachlichen Ansicht der meisten Vampyre.



Zusammenfassend können wir also feststellen, dass die Interessen und der Umgang mit dem Thema Vampirismus in den verschiedenen Sparten sehr unterschiedlich ist. Obwohl sich alle mit Vampiren beschäftigen, sind sie nicht zwangsläufig auch der Vampyrgesellschaft gegenüber aufgeschlossen. Die Vampirszene und die Vampyrgesellschaft sind normalerweise sogar unabhängige Gesellschaftskreise, da viele Mitglieder der Vampirszene nichts von Vampyren wissen. Dies hat für uns den Vorteil, dass die Medien und Schaulustigen oft nicht bis in die Vampyrgesellschaft vordringen, sondern in der Vampirszene hängen bleiben und unsere sorgsam gepflegte Diskretion erhalten.




© Jeanette von Nexus Noctis, Dezember 2014
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